Mit der Intelligenz
des Lebens
arbeiten

Landwirtschaftliche Tagung   •‎‎   3. bis 6. Februar 2027   •‎‎   Goetheanum



Unter dem Leitgedanken „Mit der Intelligenz des Lebens arbeiten“ und mit Blick auf das Mikrobiom widmen wir uns an der kommenden Tagung unserer Beziehung und Arbeit mit den Kräften des Ätherischen.

Aktuelles


2. November 2026
Wenn wir unsere Arbeit mit dem Boden, den Pflanzen und den Tieren bewusst erleben, können wir eine tiefe Stimmigkeit empfinden, die uns das Gefühl vermittelt, eingebettet zu sein in die intelligenten Zusammenhänge des Lebens. Wir können intuitiv das Gefüge zyklischer, rhythmischer, sich selbst organisierender und heilender Lebenskräfte wahrnehmen, die nach Ausgeglichenheit und immerwährender Erneuerung streben. Was sind dies für Kräfte, mit denen wir bei unserer Arbeit mit der Erde in Beziehung treten? Wie können wir diese Lebensintelligenz erfahren, verstehen und mit ihr arbeiten? In den letzten Jahren haben Fortschritte in der Biomforschung die Sicht der Wissenschaft auf das Leben revolutioniert. Das klassische Konzept von Lebewesen als voneinander getrennten Einheiten weicht einer integrativen Biologie, die das Leben als Netzwerke dynamischer Beziehungen versteht, die Boden, Pflanzen, Tiere, Menschen und Ökosysteme miteinander verbinden. Alle Teile des landwirtschaftlichen Organismus, vom Bodenmikrobiom bis zum Verdauungsmikrobiom bei Mensch und Tier, sind dabei miteinander vernetzt, kommunizieren und regulieren sich gegenseitig auf intelligente Weise durch die beteiligten Mikroorganismen – Bakterien, Viren und Pilze. So ist in der Biomforschung ein Bild entstanden von Lebewesen, die innerlich und äusserlich in rhythmischen Beziehungen zueinander stehen, mikrokosmisch wie makrokosmisch. Mit einer solchen integrativen Perspektive findet die aufstrebende Wissenschaft des Bioms eine Sprache, die der unsrigen entgegenkommt, ja resoniert mit unserem Verständnis des Lebendigen. Betrachten wir das Leben durch die Linse des Mikrobioms, so bekommen wir auch auf der physischen Ebene eine Antwort. Wenn wir jedoch nur auf das Physische schauen, verbleiben wir im Bereich der irdischen Intelligenz. Wir können unseren Blick aber weiten und fragen: Ist es nicht das Ätherische, das das Irdische organisiert? Und welche Intelligenz wirkt hinter dem Ätherischen, scheint durch dieses hindurch und findet im Mikrobiom vielleicht nur ihren physischen Ausdruck? Auf welcher Ebene entfalten sich aus geisteswissenschaftlicher Sicht die Wirkungen, wenn wir beispielsweise die biodynamischen Präparate ausbringen? Diesen Fragen wollen wir uns in einem Abendvortrag und einem Panelgespräch zu den Bildekräften widmen. Der Michaelbrief, den wir an dieser Tagung bearbeiten, mag uns einen weiteren Hinweis geben. Er beschreibt das Verlorengehen der menschlichen Verbindung zur göttlich-geistigen Weisheit bis in unsere heutige Zeit hinein, in der wir nur das physische Werk sehen, während sich die Wirksamkeit der kosmischen Intelligenz uns nicht mehr erschliesst. Wir können heute gut nachempfinden, wie wir hineingestellt sind in eine solche intellektualisierte und reduktionistische Welt, und wollen die Bedeutung dessen in den Morgenveranstaltungen am Beispiel der künstlichen Intelligenz betrachten. Unsere menschliche Intellektualität, losgelöst von ihrem ursprünglich göttlich-geistigen Ursprung, ermöglicht aber zugleich die Entfaltung unserer menschlichen Freiheit. Dadurch haben wir heute die Möglichkeit, unseren Zusammenhang mit dem göttlich-geistigen Ursprung aus ebensolcher Freiheit heraus wiederzufinden, durch das innerliche, herzliche Erfühlen und Einleben in die Taten Michaels. Die Aufgabe des «herzlichen Erfühlens und Einlebens» aus dem Michaelbrief bringt uns zur Frage nach der rechten Erkenntnisarbeit auf dem Gebiet des Lebendigen. In der Biodynamik begegnen sich verschiedene Ansätze: naturwissenschaftliche Forschung, geisteswissenschaftliche Erkenntnisarbeit, goetheanistische und meditative Wahrnehmungsschulung und letztlich das praktische Tun, aus dem heraus eine Intuition erwächst. Gemeinsam können sie uns helfen, das Leben in seiner Wirksamkeit lebendig wahrzunehmen – im Sinne von Antoine de Saint-Exupéry: «Man sieht nur mit dem Herzen gut». Bei der Ernährung begegnet uns die Frage, wie wir die intelligente Wirksamkeit des Lebendigen erleben können. Man kann sie im Zusammenspiel des Mikrobioms entdecken – vom Acker über die Pflanzen bis hin zum Darm – ebenso wie in der weisen Regulation des Organismus, der auf Einflüsse von aussen reagiert. Kann es zu einer Erkenntnis werden, dass das Wesentliche in der Ernährung die Kräfte sind, mit denen uns die Lebensmittel anregen? Mit Methoden wie der Wirksensorik und geschulter meditativer Wahrnehmung kann die Wirkung von Nahrung auf den Menschen unmittelbar erfahren werden. Diese beiden Formen der Ernährung, aus Lebensintelligenz und Substanz, aus «Sonne und Erde», betrachten wir in der Abschlussveranstaltung. In fünfzig Arbeitsgruppen wollen wir uns der Vertiefung und praktischen Umsetzung widmen, voneinander lernen, Best Practices austauschen und uns den aktuellen klimabedingten und wirtschaftlichen Herausforderungen stellen. Freuen Sie sich auf die aktive Mitarbeit in zwei Arbeitsgruppen Ihrer Wahl, neun Plenarveranstaltungen, eine Eurythmie-Premiere und einen festlichen Abend mit Menschen aus der weltweiten biodynamischen Bewegung. 
7. September 2026
Über 80 Vorschläge für Arbeitsgruppen gingen bis zur Einreichungsfrist Ende August 2026 bei der Sektion ein. Die Vorschläge werden im September gesichtet und ausgewählt. Wir bedanken uns sehr herzlich für die grosse Initiativkraft aus der biodynamischen Bewegung. Aufruf als Video ansehen Aufruf für Beitragsvorschläge In den vergangenen zwei Jahren widmete sich die Tagungsgemeinschaft dem Verständnis des Lebendigen und der Lebensprozesse (2025) sowie den sozialen, gemeinschaftsbildenden Aspekten der Biodynamik (2026). An der kommenden Landwirtschaftlichen Tagung 2027 wollen wir den Blick auf die Gemeinschaft nun erweitern und der Frage nachgehen, mit welchen Kräften des Lebendigen wir bei unserer Arbeit an der Erde in Beziehung treten. Wie können wir diese Kräfte, die Äther-, Lebens- oder Bildekräfte, wahrnehmen? Wie arbeiten wir gemeinsam mit ihnen im Landbau, in der Ernährung, und in der therapeutischen Landwirtschaft? Mikrobiomforschung als Brücke zum Ätherischen In den letzten Jahren haben Fortschritte in der Mikrobiomforschung die Sicht der Wissenschaft auf das Leben verändert. Das klassische Konzept von Lebewesen als voneinander getrennten Einheiten wird zunehmend durch eine integrative Biologie ersetzt, die das Leben als Netzwerke dynamischer Beziehungen versteht, die Boden, Pflanzen, Tiere, Menschen und Ökosysteme miteinander verbinden. Die Teile des landwirtschaftlichen Organismus – vom Bodenbiom bis zum Verdauungsbiom bei Mensch und Tier – sind dabei miteinander vernetzt, kommunizieren, und regulieren sich gegenseitig auf intelligente Weise durch die beteiligten Mikroorganismen, Bakterien, Viren und Pilze. Es entsteht so ein Bild von Lebewesen, die innerlich und äusserlich rhythmisch in Beziehung zueinander stehen – mikrokosmisch wie makrokosmisch. Mit einer solchen integrativen Perspektive kann die Wissenschaft des Bioms eine Brücke bauen zur biodynamischen Methode und unserer Arbeit mit dem Ätherischen: Unser Verständnis des Lebendigen resoniert mit den Erkenntnissen der aufstrebenden Biomforschung. Die Frage nach der Erkenntnis Das sich entwickelnde Verständnis davon, wie Lebenszusammenhänge entstehen, führt zur Frage nach der rechten Art der Erkenntnisarbeit auf dem Gebiet der Äther- und Bildekräfte. In der Biodynamik begegnen sich verschiedene Zugänge: naturwissenschaftliche Methodik, geisteswissenschaftliche Arbeit, die goetheanistische und meditative Schulung der Wahrnehmung, und letztlich auch das praktische Tun, aus dem eine erfahrungsbasierte Intuition für das richtige Handeln zum richtigen Zeitpunkt erwachsen kann. Gemeinsam zielen sie darauf, das Lebendige nicht nur zu erklären, sondern es in seiner eigenen Wirklichkeit lebendig wahrzunehmen. An der kommenden Tagung wollen wir auch dieser Frage nach der rechten Erkenntnisarbeit nachgehen: Kann daraus ein erweiterter Zugang zu einer Wissenschaft des Ätherischen entstehen, der das lebendige und intuitive Wahrnehmen des Menschen einbezieht – im Sinne von Antoine de Saint-Exupéry: «Man sieht nur mit dem Herzen gut»? Die Arbeit mit dem Lebendigen als Kunst Der biodynamische Reichtum an Methoden ermöglicht uns das bewusste Mitgestalten mit den Prozessen der Natur – stimulierend, regulierend, rhythmisierend, gesundend, verlebendigend – etwa durch die Arbeit mit den Präparaten und den Rhythmen von Natur und Kosmos. Doch diese Arbeit ist keine blosse Anwendung von Wissen und Technik: Sie wird zur Kunst der Ko-Kreation mit den intelligenten Kräften des Lebendigen. Wer in diesem Gefüge wirkt, begegnet keinem Objekt, sondern steht selbst in lebendigen Zusammenhängen des Ätherischen. Es entsteht ein dialogisches Handeln mit dem Lebendigen: wahrnehmend, antwortend, mitgestaltend. Landwirtschaft wird zur Landbau-Kunst – einer Kunst der Ko-Kreation in den Beziehungen des Lebens. Es soll dies eine weitere Frage für die kommende Tagung sein: Auf welche Weisen können wir mit der Intelligenz des Lebens arbeiten? Welche fortschrittlichen Methoden ermöglichen es, Prozesse, Rhythmen und Beziehungen zu steuern und zu synchronisieren? Wie können wir ko-kreativ mit Lebensprozessen wirken, dass wir das Leben auf unterschiedlichen Ebenen unterstützen und fördern?
10. Februar 2026
You never farm alone – das Leitthema der Landwirtschaftlichen Tagung wurde vom 4. bis 7. Februar 2026 am Goetheanum lebendig erfahrbar. Rund 750 Teilnehmende aus 46 Ländern kamen vor Ort zusammen, weitere 700 verfolgten die Tagung per Livestream auf Goetheanum.tv. Das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der weltweiten biodynamischen Bewegung war überwältigend. Es hat vielen in der Landwirtschaft tätigen Menschen neue Kraft und Ermutigung geschenkt – gerade in einer Zeit, in der die wirtschaftlichen Herausforderungen für viele alles andere als einfach sind. Umso mehr gilt: You never farm alone. Wir wünschen allen Teilnehmenden eine gute und sichere Heimreise. Mögen das Gefühl der Verbundenheit, die gemeinsam erlebte Stärke und die Impulse dieser Tage Sie durch das kommende Jahr begleiten und tragen. Das Jahresthema der nächsten Landwirtschaftlichen Tagung, die vom 3. bis 6. Februar 2027 stattfindet, lautet: „Mit der Intelligenz des Lebens arbeiten. Biodynamische Landwirtschaft bringt Mikrokosmos und Makrokosmos zusammen.“ Wir freuen uns schon jetzt darauf, die Tagung gemeinsam mit Ihnen vorzubereiten und uns in einem Jahr wieder zu begegnen. 
8. Dezember 2025
Die Eurythmieaufführung Zusammenklang ist eine Entdeckungsreise in die vielfältigen Schichten und Nuancen von Gemeinschaft.

Das Tagungsprogramm


Die Landwirtschaftliche Tagung setzt sich aus Plenarveranstaltungen, Arbeitsgruppen an Vor- und Nachmittagen sowie Führungen in den Nachmittagspausen zusammen.

Vorveranstaltungen


Vor der Landwirtschaftlichen Tagung finden eine Reihe von Vorveranstaltungen statt, in denen Fachgruppen zu aktuellen Themen arbeiten. Die Mitarbeit in den Vorveranstaltungen erfolgt auf Einladung. Gerne nehmen wir Interessensbekundungen entgegen.


Teilnehmen

Tagungskarten

Alle Tagungskarten berechtigen zur Teilnahme am gesamten Tagungsprogramm und enthalten Mittagessen, Pausenverpflegung und ein Buffet am Festlichen Abend. Frühstück, Abendessen und Parkkarten können Sie nach Bedarf dazubuchen.

Einzelveranstaltungen

Sie können Karten für einzelne Vorträge sowie die Eurythmie-Aufführung erwerben, ohne sich für die gesamte Tagung anzumelden.

Kartenverkauf

Bei allen Fragen rund um Tagungskarten wenden Sie sich gerne an den Kartenverkauf am Empfang des Goetheanum.

Empfang und Kartenverkauf


Gruppenanmeldung

Wenn Sie mehrere Teilnehmer für die Tagung anmelden möchten, so unterstützen wir Sie gerne beim Anmelde- und Abrechnungsprozess. Bitte wenden Sie sich dazu mit der folgenden Tabelle an den Kartenverkauf:

Tabelle für Gruppenanmeldung

Empfang und Kartenverkauf


Sprachen

Die Plenarveranstaltungen werden nach Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Chinesisch gedolmetscht. Sie können am Infotisch kostenlos ein Empfangsgerät ausleihen, um die Veranstaltungen in einer dieser Sprachen zu hören.


Hörverstärkung

Wenn Sie eine Hörverstärkung benötigen, so können Sie am Infotisch kostenlos ein Empfangsgerät mit Kopfhörern ausleihen.



Livestreams

Die Plenarveranstaltungen werden als Livestream online übertragen und als Aufzeichnungen zum späteren Ansehen bereitgestellt. Sie können Zugang zum Livestream und zu den Aufzeichnungen bei Goetheanum TV erweben.

Anreise

Das Goetheanum ist sowohl mit dem Auto als auch mit dem Bus erreichbar und liegt 15 Gehminuten vom Bahnhof Dornach-Arlesheim entfernt.

Anreise 

Lageplan (PDF)


Unterkunft

In der Umgebung des Goetheanum stehen verschiedene Hotels, Gästehäuser und Privatunterkünfte zur Verfügung, eine frühzeitige Reservation wird empfohlen.

Unterkünfte am Goetheanum


Die folgenden Hotels bieten eine Ermässigung für Tagungsgäste am Goetheanum.

Hotel zum Ochsen

Hotel Eremitage Arlesheim


Die Jugendherberge Basel bietet eine Ermässigung für junge Tagungsgäste an.

Jugendherberge Basel

Informationen


Tagungsprogramm

Das Programm der Landwirtschaftlichen Tagung kann hier heruntergeladen werden.

Tagungsprogramm (PDF)


Sponsoren und Aussteller

Unternehmen und Initiativen sind herzlich eingeladen, sich mit einem Sponsoring oder einem Stand an der Landwirtschaftlichen Tagung zu beteiligen.

Sponsoren und Aussteller (PDF)

Pressekontakt

Anna Storchenegger
anna.storchenegger@goetheanum.ch


Vergangene Tagungen

Die Dokumentationen der Landwirtschaftlichen Tagungen von 2011 bis 2024 finden Sie hier:

Vergangene Tagungen